Archiv der Kategorie: Mitten im Leben

Start to work on something meaningful – join CouchCommerce!

Und das ist nicht nur so daher gesagt! Mit “start to work on something meaningful” ist sehr gut ausgedrückt wie ich mich in den letzten Monaten fühle und was meiner Meinung nach das Wichtigste ist bei einem Job. Das Gefühl an etwas wichtigem und bedeutsamen zu arbeiten und selber ein Produkt zu schaffen, dass gebraucht wird.

Ich hatte scheinbar schon fast vergessen wie gut es tut an einem eigenen Produkt zu arbeiten und die eigenen Ideen und Visionen einzubringen. Als wir 2003 bei Visions (lange bevor wir eine Agentur wurden) an CreditSMS, unserem SMS Zahlungssystem, gearbeitet haben war es zuletzt so.

Mit CouchCommerce starten wir genau zum richtigen Zeitpunkt in den Markt und stoßen auf unglaublich großes Interesse. Wir sind gerade erst am Anfang des Umbruches weg vom PC und Laptop und hin zu neuen Geräten wie Smartphones und Tablets. Aber schon jetzt sehen Online-Shops, dass bis zu 20% Ihrer Besucher mit diesen touch-basierten Geräten surfen. Bis 2016 werden es über 50% sein.

Der einzige sinnvolle Weg diese Besucher schnell in Käufer zu wandeln geht über Web-Apps, basierend auf mobile Frameworks. Sie verbinden die Usability Vorteile von nativen Apps mit der Plattformunabhängigkeit, die wir sowieso via Browser gewohnt sind. Oder hast Du kürzlich einen Online-Shop gesehen der nur auf PC oder Mac läuft und vielleicht sogar vor Nutzung installiert werden muss? ;)

Aktuell haben wir die folgenden Stellen bei CouchCommerce ausgeschrieben. Gerne nehmen wir jedoch auch Initiativbewerbungen entgegen. Unser Büro ist in Hannover, wir suchen jedoch deutschlandweit und arbeiten auch schon erfolgreich ortsunabhängig.

Hier noch ein paar Infos zum Thema in einer schönen Infografik:

CouchCommerce ist nominiert für den BITKOM Innovators Pitch 2012

Nachdem ich kürzlich über das Couch Commerce Projekt berichtet habe und das Team sich mittlerweile in der CouchCommerce GmbH zu einem echten Startup zusammengefunden hat, freut es mich sehr über die neusten Fortschritte zu schreiben.

Letzte Woche erhielt uns die Nachricht der Nominierung für den BITKOM Innovators Pitch 2012 auf der CeBIT. BITKOM sucht bei diesem Event jährlich die beste Digital Life Innovation mit Hilfe einer hochkarätigen Jury. Nur drei Startups wurden in unserer Kategorie eingeladen und eines von ihnen wird nach einem dreiminütigen Pitch und weiteren fünf Minuten Q&A zum Gewinner gewählt.

Wir freuen uns sehr dabei sein zu dürfen und sind gespannt auf die Veranstaltung und viele neue Kontakte!

Mehr Informationen und weiterführende Links auch im CouchCommerce Blog, bei DigitaleWelt (BITKOM Blog) und bei T3N.

Was ist eigentlich Couch Commerce?

Heute steht Couch Commerce für das online Einkaufen per Tablet (insbesondere iPad) aus einer entspannten Umgebung heraus. Vereinzelt ist auch generell online Einkaufen via mobiler Hardware wie z.B. Smartphones gemeint.

Im Frühling 2011, als ich mich das erste mal um den Begriff Couch Commerce bemüht hatte, schien das Wort noch keine besondere Bedeutung zu haben. Meine Herleitung zu dem Begriff kam über CouchDB, einem interessanten Datenbankmanagementsystem, welches scheinbar noch nicht im e-commerce eingesetzt wurde. Da mir der Name sehr gut gefiel entschied ich mich die Domains couchcommerce.com und .org für ein potentiell späteres Projekt zu kaufen.

Jetzt, nur ein halbes Jahr später, finden sich bereits hunderte Artikel und einige Studien rund um den Begriff online und es scheint sich zu einem Buzzword zu entwickeln. Die frühste Erklärung des Begriffes, die ich finden konnte, kam tatsächlich von dem ConventionCamp 2010 in Hannover. Im September 2011 verkündet eBay dann, dass es sich auf den Ansturm von Käufern mit Tablets vorbereitet und dieses Jahr erstmals auch Händler einen merkbaren Prozentsatz an Besuchern dieser Kategorie vorfinden werden. Basierend auf einer Ipsos Studie berichtete Paypal dann ebenfalls über den Impact von Couch Commerce in diesem Weihnachtsgeschäft.

Als dann die tatsächlichen Zahlen der größten online Händler rund um den Black Friday 2011 veröffentlicht wurden, bestätigten diese die vorherigen Vermutungen. Die Anzahl der Besucher mit Tablets bzw. dem iPad explodierte an Feiertagen, da die Besitzer vermehrt zu dieser Art des Browsens griffen um die Online-Shops zu besuchen. Techcrunch hat daraufhin eine Studie von Compuware aufgegriffen, die untersucht hat, wie weit der Grad der Optimierung von Online-Shops für Tablets vorangeschritten ist. Es zeigte sich, dass zwar einige Apps bereitgestellt wurden, jedoch keiner der großen Händler eine Optimierung für den Browser der Tablets / iPad vorgenommen hat. Die großen Marktplätze wie Amazon und eBay können sicher auf eine breite Installationsbasis von Apps zurückgreifen, aber wer hat schon für jeden Online-Shop den man besucht eine App installiert oder ist bereit dies zu tun? Wie soll so ein Preisvergleich oder spontanes Auffinden von neuen Produkten funktionieren?

Der Artikel sorgte für eine spannende Diskussion bei der auf der einen Seite argumentiert wird, dass man mit Tablet Browsern die normalen Online-Shops besuchen soll und es für diese keine Optimierung braucht. Auf der anderen Seite, im Bezug auf Nutzbarkeit, Usability und User Experience, wird dafür plädiert, dass man sehr wohl speziell für den Couch Commerce optimieren muss. Interessant in dem Zusammenhang ist der aktuelle iPad usability Report von Nielsen PDF. Dieser zeigt auf 134 Seiten wie optimierte Usability für das iPad auszusehen hat.

Ich denke, dass der Wechsel von der Maus hin zum Finger und somit zur intuitiven Bedienung gerade erst begonnen hat und sicher auch noch Einfluss auf die Art haben wird, wie wir Computer nutzen. Apple hat beispielsweise gerade erst in sein neustes iOS Lion die Logik des „natural scrolling“ aus dem iPad übernommen. Es scheint also eine Art Lernprozess begonnen zu haben, der unsere angelernte PC Bedienung verbessert. Wenn die Prognosen stimmen, so werden Tablets und Smartphones ab 2011 die Verkaufszahlen von Laptops und Desktop PCs überholen. Die Frage, welche Hardware genutzt wird um online einzukaufen, wird dann eine zentrale Rolle für den e-Commerce spielen. Auch ist nicht zu unterschätzen, dass neue Zielgruppen per Tablet erreicht werden, die eher erlebnisgetrieben bzw. durch einen virtuellen Einkaufsbummel inspiriert Produktwelten entdecken (Utilitarian and Experiential Buyers sind hier zu unterscheiden). Das aktuell für Männer optimierte e-Commerce kann da nur selten die Bedürfnisse dieser Zielgruppe bedienen.

Da ich weiß wie groß der Aufwand ist und mit welchen Kosten es verbunden ist als Online-Händler mit der Entwicklung mitzuhalten und für alle bald unter Couch Commerce fallende Endgeräte optimierte Seiten auszuliefern (7-10 Zoll, Android, Apple etc.), bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Lösung für Online-Händler in diesem Bereich Sinn macht. Vor kurzem habe ich daher die Entwicklung des Projektes Couch Commerce mit einem kleinen Team angestoßen. Ziel ist es einen von Shopbetreibern komplett selbständig und möglichst ohne technischen Aufwand einzurichtenden Service zu schaffen, der schnell und einfach das Sortiment “Couch Commerce optimiert” an Seitenbesucher ausliefert und so zu einem sehr guten und vor allem entspannten Einkaufserlebnis führt. Die Anzahl der Vorregistrierungen für die erste Beta Version, innerhalb der wenigen Tage die unsere Launchrock Seite jetzt online ist, motiviert das Team enorm. Wer Interesse hat sich zu dem Thema auszutauschen oder sich vielleicht sogar mit einzubringen, kann sich gerne bei mir melden. Auch freue ich mich über Meinungen und Einschätzungen.

Meine neue Herausforderung im digitalen Zeitalter: Das Buch erfindet sich neu

Immer dann wenn sich die Art ändert wie Menschen Informationen konsumieren wird es spannend. Das erste Mal passierte das mit der Erfindung des Buchdruckes durch Gutenberg im 15. Jahrhundert, wodurch erstmalig ein Medium geschaffen wurde, um Meinungen und Wissen schnell in der Masse zu verbreiten. Besonders die Kirche stand dieser Bewegung damals kritisch gegenüber, so konnte sie doch unmöglich kontrollieren was verbreitet wurde. Auch sah man einen Menschen, der in kurzer Zeit hunderte von Büchern drucken konnte, um sein geschriebenes zu verbreiten, generell als große Gefahr. Er könnte damit immerhin schlimme Gedanken bei den Lesern fördern und Ansichten verändern. Sehr schwer vorzustellen aus heutiger Sicht!

Über diese anfänglichen Startschwierigkeiten ist man jedoch hinweggekommen und während der Industrialisierung wurde die Verbreitung des gedruckten Wortes perfektioniert und es haben sich Strukturen und Unternehmen gebildet, die den Umgang damit gestalten. Man könnte fast meinen es war Ruhe eingekehrt in die Art wie wir Informationen zu uns nehmen und beziehen.

Was dann jedoch in seiner Ausbreitungsgeschwindigkeit alle überraschte war das
digitale Zeitalter und mit ihm das Internet. Entgegen erster Annahmen (IBM CEO Watson 1943: „Ich glaube, dass es auf der Welt einen Bedarf von vielleicht fünf Computern geben wird.“) war der weltweite Bedarf an Computern enorm und schon bald konnten Millionen Menschen via Computer über das Internet publizieren und Inhalte beziehen. Die Digitalisierung brachte die Möglichkeit alles, überall und für jeden, verfügbar zu machen. Neben dem Journalismus war es vor allem die Musikindustrie, die diese disruptive Kraft zuerst zu spüren bekam.

Heute sind es Unternehmen wie Google und Amazon, die mit ihren Visionen Vorreiter sind auf dem Gebiet der Digitalisierung und Verbreitung von Inhalten. Google will die Informationen der Welt verwalten und allen zugänglich machen, am liebsten auch jene, die bisher nur in gedruckter Form vorliegen. Amazon hat sich zum Ziel gesetzt innerhalb von 60 Sekunden jedes Buch in digitaler Form direkt an den Leser ausliefern zu können und nimmt dafür, wie auch Apple, alle Komponenten von der Software bis zur Hardware in die eigene Hand.

Hier schließt sich der Kreis und wir sind an einem Punkt, an dem wir die digitale Welt des Internets und das Medium Buch verbinden und die Informationen und Inhalte so einfach wie möglich für so viele Menschen wie möglich zugänglich machen. Die Ebook Revolution hat gerade erst begonnen!

Ich freue mich in diesem spannenden Umfeld ab heute als Leiter Produktmanagement digital bei Libri innerhalb der Maxingvest Gruppe mitzuwirken.

ecomPunk.com & neue Projekte

Im März ist es etwas ruhig hier in meinem Blog gewesen. Die Gründe dafür sind neben dem ersten richtigen Urlaub seit Jahren, auch in der Vorbereitung neuer Projekte zu finden, denen ich mich ab sofort widme:

Ich freue mich sehr über die spannenden Projekte und werde auch den ringsdorff.net Blog fortan weiter am Leben halten. Da ich zum Thema e-Commerce jedoch primär in Englisch bloggen werde unter ecomPunk, empfehle ich Feed, Twitter und Facebook, um bei Interesse auf dem Laufenden zu bleiben.