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e-Commerce Umsatz der Hersteller wächst am schnellsten

Mehr und mehr Hersteller trauen sich selber im e-Commerce an Endkunden zu verkaufen und werden durch starke Umsatzzuwächse bestätigt. So berichtete Get Elastic in Bezug auf einen Internet Retailer Artikel letzte Woche, dass e-Commerce Wachstumszahlen von 50% pro Jahr keine Seltenheit bei den Herstellern sind.

In der Internet Retailer Top 500 Liste befinden sich aktuell 55 Hersteller, von denen 40 über Wachstum, 5 über Stagnation und 11 über Rückgang im e-Commerce Umsatz im Vergleich von 2007 zu 2008 berichten.

Neben den offensichtlichen Vorteilen, wie der direkten Monetarisierung von markenorientierten Kunden und der Aufmerksamkeitslenkung dieser auf Produkte der eigenen Marke, werden Hersteller auch mit einer Reihe von Hürden und neuen Herausforderungen konfrontiert, wenn sie sich entscheiden selber in das Endkundengeschäft einzusteigen und dafür Know How aufzubauen. Das diese Wissenslücken gerne mit Hilfe eines Partners mit Logistik und e-Commerce Know How geschlossen werden zeigen Beispiele wie C&A oder Esprit, die ihren online Handel komplett per D+S (Heycom) abbilden. Verständlicher weise haben sich daher eine ganze Reihe von Fullfilment-Dienstleistern gebildet, die Herstellern einen großen Teil der Arbeit, aber natürlich meist auch einen Teil es Umsatzes abnehmen.

Hersteller sollten darauf achten, dass die verwendete e-Commerce Plattform unabhängig vom Fulfillmentdienstleister gewählt werden kann und eingerichtet wird. Auch dann, wenn die Lösung aus einer Hand kommt. Durch dieses Vorgehen kann sichergestellt werden, dass bei einem möglichen Wechsel des Dienstleisters das Know How um den e-Commerce nicht komplett neu aufgebaut werden muss und Alleinstellungsmerkmale beibehalten werden können, ohne diese neu zu erstellen.

Spätestens seitdem Enterprise Open Source Systeme wie Magento echte Alternativen zu rein kommerziellen Systemen der Fulfillmentdienstleister (z.B. das viel genutzte Demandware) geworden sind, kann die oben angesprochene Unabhängigkeit auch von Herstellern erreicht werden.

Bei Visions arbeiten wir aktuell als Magento e-Commerce Agentur an einer Reihe von namhaften Herstellerprojekten, bei denen wir mit Fulfillmentdienstleistern kooperieren, die alle Bereiche rund um das e-Commerce System an sich abdecken.

SinnerSchrader startet mit Next Commerce in das fashion e-Commerce Outsourcing

Wie heute bekannt gemacht wurde und mir erstmalig bei der Next09 aufgefallen ist, startet SinnerSchrader jetzt mit Next Commerce selber im lukrativen fashion e-Commerce Outsourcing, das auch schon Heycom (jetzt D+S) mit Esprit und weitere Dienstleister groß gemacht hat.

Um die Prozesse nach der Bestellung abzubilden arbeitet Next Commerce mit Dohmen Solutions zusammen, die Lagerhaltung, Ordermanagement, Versand, Kundenbetreuung und Debitorenmanagement übernehmen. Next Commerce muss sich somit über die Kernkompetenzen von SinnerSchrader von der Konkurrenz abheben: Online Marketing, Markenkommunikation und die e-Commerce Plattform.

Interessant ist, dass die meisten mir bekannten Dienstleister in diesem Bereich aus dem Logistik / Fulfillment Bereich kommen und SinnerSchrader das Feld jetzt aus der e-Commerce Dienstleister / online Marketing Richtung aufmischt.

Da neben dem gesetzten Fulfillment Dienstleister auf keine vorgegebene e-Commerce Plattform verwiesen wird entsteht auf jeden Fall die Hoffnung, dass der Kunde mitsprechen kann bei der Auswahl dieser. Die bisherigen Anbieter geben hier meist ein System vor und der Kunde hat dadurch keine Möglichkeit ein System zu wählen, welches Mitarbeit und einen vielleicht einmal nötigen Exit unterstützt. In diesem Bereich sehe ich ein großes Marktpotenzial, welches mit den richtigen e-Commerce Lösungen erschlossen werden kann.

Ich bin gespannt welche Plattform Next Commerce bei seinem ersten Kunden einsetzen wird. Eigenentwicklung, kommerzielle Lösung oder Open Source?