Tagarchiv: mydeco

Meet Magento Vorträge jetzt online

Wie Meet Magento heute per Twitter meldete sind jetzt alle Vorträge vom 5 Februar online zu sehen. Zusätzlich werden auch Interviews gezeigt, die während der Veranstaltung aufgenommen wurden.

Auch ich habe einen Vortrag gehalten, in dem ich die Projekte Jack Wolfskin, Mydeco und Quehoteles vorstelle. Die zugehörige Präsentation ist jetzt bei Slideshare zu sehen:

Mein Kollege Dimitri Gatowski hat einen sehr interessanten Vortrag zu der Erweiterbarkeit und Flexibilität von Magento anhand einer Integration von Risikomanagementprozessen gehalten, den ich hier empfehlen möchte. Die Folien sind jetzt ebenfalls bei Slideshare zu sehen:

Magento Mage::Camp kommende Woche in London

logoKommende Woche Dienstag bis Donnerstag (28-30 April) findet in London auf der Internetworld das englische Meet Magento – Mage::Camp statt. An allen drei Tagen wird die Veranstaltung von einer Vortragsreihe begleitet, die durch eine Keynote von Roy Rubin am Dienstag um 11 Uhr eröffent wird.

Paul Chudleigh CTO von mydeco, der mit uns bei der Umsetzung des Magento e-basket eng zusammengearbeitet hat, wird am 29 April um 12 Uhr die Lösung vorstellen und erstmalig über die Integration von Magento in die bestehende mydeco Plattform sprechen. In einem Interview im Shopbetreiber-Blog hatte ich im Januar über die Lösung gesprochen.

Auch ich werde mit zwei Kollegen an allen drei Tagen vor Ort sein und freue mich schon auf viele neue Bekanntschaften zu der englischen Magento community. Am 29 und 30 April werde ich jeweils um 15 Uhr vortragen und einen Einblick in unsere bisherigen Magento Projekte geben. Dabei wird der Fokus auf den Herausforderungen liegen, die große online Händler bei dem Einstieg in Magento haben: Performance, Skalierbarkeit und die Integration von externen Systemen.

Die Vorträge werden online per Livesteam auf magecamp.com zu sehen sein. So können auch alle zusehen, die leider nicht in London sein können.

Erfahrungsbericht e-Commerce: Eigenentwicklung vs. Standardlösung

Diese Woche berichtete Jochen Krisch bei Exciting Commerce über die Vorliebe einiger Top 500 Shops (Umsatz größer 500.000 € und meist aus der Haustierbranche) für Eigenentwicklungen bei e-Commerce Lösungen. Seine Begründung ist dabei sehr einleuchtend:

Die marktprägenden Shopsystemhersteller haben zu lange auf die Anforderungen der vermeintlichen Big Player aus dem Multi-Channel- und Katalogversand gesetzt und so zunehmend die Expertise bei den reinen Online-Versendern verloren (s. Shoppingsysteme mit Zukunft). Bezeichnend für diese Entwicklung ist, dass ausgerechnet ein Newcomer wie Magento als erster mit einer Lösung für Clubkonzepte aufwartet.

Auch wir bei Visions haben vor unserer Ausrichtung auf Magento ausschließlich individuelle e-Commerce Lösungen entwickelt, da Standardlösungen für unsere Kunden wegen der Ausrichtung auf Alleinstellungsmerkmale nicht interessant waren. So lösten wir bei Aria.co.uk, einem der größten online Shops für Computer Komponenten in England, 2007 die frühere individuelle Lösung durch eine neue Eigenentwicklung ab, die bis heute sehr erfolgreich eingesetzt wird.

Da jedoch die Anforderung an Standard-Funktionen immer weiter wuchs und der Aufwand diese in bereits bestehende Eigenentwicklungen zu integrieren nicht in dem Verhältnis zum Mehrwert stand, spielten wir, wie viele andere e-Commerce Dienstleister auch, mit dem Gedanken eine eigene Lösung aufzusetzen mit der wir dann bestens aufgestellt sein würden (theoretisch). In den Anfängen der Planung unserer eigenen Lösung sahen wir dann Varien mit der Umsetzung von Magento mit einem 60 Mann starken Entwicklungsteam beginnen. Genau der richtige Zeitpunkt, um unsere Planung mit der von Varien abzugleichen und dann festzustellen, dass Open Source in Kombination mit einem so starken Entwicklungsteam uns sehr bald überlegen sein würde. Wir prüften außerdem die bereits bestehenden Systeme von Anbietern, die auf der Suche nach neuen Partneragenturen waren, wie Intershop, Oxid und ePages. Diese konnten bei den Aspekten Funktionsumfang, Erweiterbarkeit und Systemarchitektur jedoch nicht mit den zu diesem Zeitpunkt angestrebten Zielen von Magento mithalten.

Glücklicherweise bewahrheiteten sich die ehrgeizigen Ziele von Magento und es konnte innerhalb von nur zwei Jahren ein e-Commerce System erstellt werden, welches bei Kunden wie Mydeco, die prädestiniert für eine Eigenlösung waren, bereits im Sommer 2008 die erste Wahl als Plattform wurde. In einem Interview im Shopbetreiber-blog hatte ich Mydecos Beweggründe detaillierter beschrieben. Auch die Serie „Magento und die Open Source Zukunft 2009-2010“ gab einen schönen Ausblick auf die Dynamik hinter Magento durch den Open Source Faktor.

Zusammenfassend ist aus meiner Sicht zu sagen, dass eigenentwickelte e-Commerce Lösungen nur dann eine Option sein sollten, wenn in-house über die Qualitäten eines Softwareherstellers verfügt werden kann und ein Framework geschaffen wird, welches es verhindert in die bekannte Einbahnstraße zu fahren, aus der man nicht mehr ohne Systemwechsel heraus kommt. Dieses Problem ist bis jetzt bei jeder mir bekannten e-Commerce Eigenentwicklung aufgetreten. Durch den individuellen Ansatz verbaut man sich zu leicht die Optionen, die im schnelllebigen e-Commerce so dringend aufgeriffen werden sollten und dann zu einem späteren Zeitpunkt als Alleinstellungsmerkmal dienen sollen.
Standardlösungen hingegen sollten nur dann eingesetzt werden, wenn man durch das System einen Großteil der Anforderungen bereits abdecken kann und dann sichergestellt ist, dass die eigenen Anpassungen in Form von Modularen Erweiterungen erfolgen können, die die Updatefähigkeit des Standardsystems nicht beeinflussen. Nur dann erhalte ich mir den Vorteil an der Weiterentwicklung zu partizipieren und nicht jede Funktion selber umsetzen zu müssen. Wegen dieses Problems sind schon viele Unternehmen mit stark angepassten Standardlösungen nicht mehr in der Lage gewesen weiterhin dem Pfad des Softwareherstellers zu folgen.