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Calipso – das erste Open Source CMS auf Basis von Node.js und MongoDB

Bei meiner Suche nach Shopsystemen oder Frameworks im e-Commerce auf Basis von JavaScript und NoSQL anstelle von PHP und MySQL habe ich ein erstes CMS gefunden. Calipso heißt das noch junge Projekt, dass als Open Source veröffentlicht wurde und auf Node.js, sowie MongoDB basiert.

Soweit ich es sehen kann arbeitet momentan nur der Gründer Clifton an dem Projekt und ist natürlich auf der Suche nach weiteren Entwicklern, die Interesse haben sich zu beteiligen. Als Node.js Framework wird Express und für MongoDB das object modeling Tool Mongoose eingesetzt.

Auch wenn wir uns sicher noch ganz am Anfang der Entwicklung von Webanwendungen auf Basis neuer Technologien befinden, bekomme ich das Gefühl, dass Node.js und MongoDB das Rennen machen werden.

Laut RedWriteWeb ist Calipso neben Wheat, einem Blog System, das erste CMS, welches vollkommen auf Node.js und eine NoSQL Datenbank im Hintergrund setzt. Da die Skalierbarkeit und Performance bei dieser Architektur besonders gut ist, sollten besonders stark besuchte Seiten die Entwicklung von Calipso verfolgen. Hoffentlich wächst hier eines der ersten CMS einer neuen Web-Generation heran!

Die Post Magento Ära hat begonnen

Es ist jetzt etwas über drei Jahre her, dass der große Hype um Magento begonnen hat. Drei Jahre sind im Kreise von Softwareentwicklung und besonders im Internet bekannter weise ein langer Zeitraum. So ist es nicht verwunderlich, dass Magento mittlerweile nicht mehr durch technische oder funktionale Innovationen, sondern durch Referenzen und den Verkauf an eBay auf sich aufmerksam macht. Zeiten ändern sich und Magento hat sich jetzt als ein Dickschiff unter vielen im e-Commerce irgendwo zwischen ganz kleinen und mittel großen online Händlern eingereiht. Für die ganz großen hat es leider nicht gereicht und diese werden jetzt auch richtiger weise von anderen Playern (GSI, Intershop etc.) im eBay Netzwerk betreut.

Die Community freut sich über neue Veröffentlichungen der 1.x Editionen, die Fehler im schnell gewachsenen Code beheben. Das Kernteam von Magento selbst hingegen, ist schon längst mit Magento 2 beschäftigt, welches all das verspricht, was die 1.x dann doch nicht mehr schafft in ihrer Lebenszeit. Ein Cut, aber wie konsequent?

Da mittlerweile bekannt geworden ist, dass Magento 2 wiederum auf vergleichbare Technologie setzt und auch das EAV Datenbankmodell erneut die Antwort auf Flexibilität bei Attributen sein wird, stellt sich die Frage welches Shopsystem im e-Commerce innovative Akzente setzen wird.

Auf der Next Conference wurde dieses Jahr ein Projekt von Rewe vorgestellt. Es stellte sich in der Konzeptionsphase heraus, dass die am Markt verfügbaren Shopsysteme nicht in der Lage sind die große Anzahl an Katalogen und Individualisierbarkeit abzubilden, die von einer solchen Lösung verlangt wird. Auch die Skalierbarkeit machte Sorgen. Die Antwort war dann eine Eigenlösung, basierend auf aktuellster Web-Technologie, die man bisher vergeblich in Shopsystemen sucht. Dazu gehört neben einem HTML5 Front End besonders ein nicht relationales Datenbanksystem (NoSQL). Denn mit Hilfe einer solchen Technologie, wie sie unter MongoDB und CouchDB bekannter ist, lassen sich hoch skalierbare und besonders infrastruktur-schonende Lösungen umsetzen. Für weitere Informationen zu der Lösung empfehle ich das Video des Vortrages.

Magento, Oxid, Presta und Shopware, keine dieser Open Source Lösungen nutzt bisher NoSQL oder vergleichbare Technologien. Der Wettkampf zwischen diesen Systemen erfolgt eher im Rahmen des Marketings, anhand von Feature Listen und out-of-the-box unterstützter Geschäftsmodelle. Die Frage nach den wirklichen Innovationen im e-Commerce Umfeld bleibt also stehen. Und ich frage mich, ob Shopsysteme überhaupt die Vorreiterrolle einnehmen sollten, oder man aufgrund der schnellen Weiterentwicklung eine Ebene tiefer ansetzen sollte, bei den Frameworks, deren Komponenten und Vernetzung sich schneller anpassen lässt.