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Staples launcht Couch Commerce Online-Shop für Tablets

Der zweitgrößte Online-Shop Amerikas launcht nächste Woche unter http://t.staples.com eine Website nur für Tablet Besucher. Kunden die Staples.com besuchen und per Tablet auf die Seite zugreifen werden automatisch auf die für Couch Commerce optimierte Seite weitergeleitet.

Staples ist damit der erste große Online-Shop den ich kenne, der durch eine individuelle Lösung auf den Trend in Richtung Tablet Commerce reagiert. Erst kürzlich hatte Adobe eine kostenlose Studie veröffentlicht die aufzeigt wie groß das Umsatzpotential mit Tablet Besuchern ist und welche Wichtigkeit diese Käufergruppe aufgrund der explosionsartigen Verbreitung in diesem Jahr annehmen wird.

Adobe’s analysis of 16.2 billion visits to retail websites shows that consumers using tablets are a distinct and lucrative customer segment, spending more per purchase than other visitors. With the rapid growth of this powerful segment, retailers can no longer afford a “one-size-fits-all” approach to mobile optimization.

Da die Erstellung eines für Tablets optimierten Shops von Seiten des Aufwands und der Kosten durchaus mit einer Neuentwicklung eines Online-Shops vergleichbar ist, werden sich Shopbetreiber gut überlegen müssen ob der persönliche Anteil der Besucher mit Tablets das Investment bereits rechtfertigt. Darüber hinaus ist es nicht lange her, dass Smartphones als der große Mobile-Commerce-Trend angepriesen wurden und speziell hierfür Apps und Web-Apps entwickelt wurden die sich erst beweisen müssen.

Im CouchCommerce Blog habe ich eine Liste von Artikeln und Studien zusammengestellt die sich mit dem Thema Tablet Commerce / Couch Commerce befassen. Mehr Informationen zu Staples Tablet Shop gibt es bei Internet Retailer.

Calipso – das erste Open Source CMS auf Basis von Node.js und MongoDB

Bei meiner Suche nach Shopsystemen oder Frameworks im e-Commerce auf Basis von JavaScript und NoSQL anstelle von PHP und MySQL habe ich ein erstes CMS gefunden. Calipso heißt das noch junge Projekt, dass als Open Source veröffentlicht wurde und auf Node.js, sowie MongoDB basiert.

Soweit ich es sehen kann arbeitet momentan nur der Gründer Clifton an dem Projekt und ist natürlich auf der Suche nach weiteren Entwicklern, die Interesse haben sich zu beteiligen. Als Node.js Framework wird Express und für MongoDB das object modeling Tool Mongoose eingesetzt.

Auch wenn wir uns sicher noch ganz am Anfang der Entwicklung von Webanwendungen auf Basis neuer Technologien befinden, bekomme ich das Gefühl, dass Node.js und MongoDB das Rennen machen werden.

Laut RedWriteWeb ist Calipso neben Wheat, einem Blog System, das erste CMS, welches vollkommen auf Node.js und eine NoSQL Datenbank im Hintergrund setzt. Da die Skalierbarkeit und Performance bei dieser Architektur besonders gut ist, sollten besonders stark besuchte Seiten die Entwicklung von Calipso verfolgen. Hoffentlich wächst hier eines der ersten CMS einer neuen Web-Generation heran!

Visions Labs fördert großartige Ideen im e-Commerce

Das Schöne beim Arbeiten mit Open Source Systemen ist, dass sie leicht für Interessenten zugänglich sind und dazu auffordern eigene Ideen einfach mal selber umzusetzen. Im e-Commerce Bereich und besonders mit Magento habe ich dieses seit Sommer 2008 beobachtet, als noch nicht klar war wie aufwändig die Umsetzung eines Online-Shops mit Magento ist und scheinbar jeder sich selber versuchte, dann aber oft auf die Hilfe von Agenturen zurückgreifen musste.

Unter den vielen Umsteigern von anderen Systemen waren jedoch auch einige großartige neue Ideen von taten-hungrigen Gründern, die durch die scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten eines Open Source Systems beflügelt waren. Leider konnten wir aus Budgetgründen so gut wie keine dieser Ideen betreuen, bis auf einige wenige Ausnahmen wie z.B. mydeco.com.

Um diesen Zustand zu ändern haben wir beschlossen Visions Labs ins Leben zu rufen. Mit Visions Labs wollen wir uns an großartigen und innovativen Startups im e-Commerce Bereich beteiligen und diese durch unsere erfahrenen Projektteams unterstützen. Neben der Entwicklungsleistung und dem Austausch vor Ort gibt es auch die Möglichkeit für einen begrenzten Zeitraum Büroplätze bei Visions zu beziehen und in Intensivphasen auch mal die Schlafboxen zu nutzen.

Die Unterstützung wird dadurch ermöglicht, dass wir unsere Projektteams in Zukunft so planen, dass ein Teil ihrer Arbeitszeit in Labs Projekten untergebracht werden kann.

Aktuell sehen wir uns bereits Vorschläge an, es ist jedoch noch keine Entscheidung für das erste Visions Labs Projekt gefallen. Bei Interesse daher bitte einfach per e-Mail an labs@visions.ag schreiben oder mich direkt kontaktierten.

Sobald das erste Projekt angelaufen ist, werde ich natürlich fortlaufend über den Fortschritt berichten. Ich bin sehr gespannt!

Meet Magento: Magento D2C for Global Brands

Anfang dieser Woche fand das dritte Meet Magento erstmalig an zwei aufeinander folgenden Tagen in Leipzig statt. Im Rahmen eines Vortrages mit dem Titel „Magento for Global Brands“ habe ich über den Trend gesprochen, dass Hersteller direkt (direct to consumer) an Endkunden verkaufen via e-Commerce und diese Entwicklung in zwei Generationen eingeteilt.

Die erste Generation war bzw. ist von Full-Service Dienstleistern geprägt, die Herstellern alles abnehmen was zum Verkauf an Endkunden nötig ist und ihnen daher ermöglichen die bisherigen Prozesse intern großteils beizubehalten. Dazu gehören dann Leistungen in den Bereichen Kundenbetreuung, Logistik, Online Shop, Produktinformationspflege, Fotografie, Zahlungsströme und auch Marketing.  Nach meiner Beobachtung befinden wir uns momentan im Umbruch von der ersten in eine zweite Phase. Angetrieben dadurch, dass Hersteller realisieren welche Wichtigkeit der e-Commerce D2C Markt für sie in Zukunft haben wird.

Die zweite Generation ist geprägt von einem modularen Aufbau der Leistungskomponenten und einem großen Anteil von Know-how beim Hersteller selber. So besitzt der Hersteller beispielsweise die e-Commerce Lösung seiner Wahl und ist in der Lage um sie herum die besten Anbieter oder Lösungen in jedem Bereich zu wählen und diese dank verfügbarer Schnittstellen zu integrieren. Dank dieses Vorgehens kann die Marke unabhängig bleiben, eigene Prioritäten bei der Weiterentwicklung setzen, schnell auf Trends reagieren, Alleinstellungsmerkmale umsetzen und Innovationen sowie neue Geschäftsmodelle entwickeln. Unter neuen Geschäftsmodellen verstehe ich e-Commerce das über die reine Abbildung des Produktkataloges hinaus geht. Dazu gehören aktuell zum Beispiel Live Shopping und Private Sales / Shopping Clubs.

Natürlich stellt die in Generation 2 beschriebene Vorgehensweise Hersteller vor große Herausforderungen, auf die ich in meiner Präsentation auch näher eingehe. Sollten diese jedoch gemeistert werden, lassen sich die Vorteile vor allem in einer Umgebung mit vielen Marken eines Unternehmens ausspielen, da Entwicklungen markenübergreifend zum Einsatz kommen können und sich so die Investitionen schnell bezahlt machen (Leverage-Effekt).

Die Präsentation ist bei Slideshare zu sehen:

Der Vortrag ist online bei Viddler:

Geschenkkarten und Kundensaldo in Magento

In der Enterprise Edition von Magento werden Geschenkkarten und Kundensalden unterstützt. Um diese Kernfunktionen herum werden viele nützliche Einsatzmöglichkeiten angeboten. Einen ersten Blick auf diese Funktionen ermöglicht Magento in einem Video (siehe unten) oder natürlich in der Demo-Version.

Geschenkkarten werden in physikalischer und virtueller Form unterstützt. Das heißt Magento ist in der Lage für den Kunden individuelle virtuelle Geschenkkarten zu erstellen, als Auswahl aus Festbeträgen oder innerhalb der Parameter (z.B. minimal und maximal Beträge), die der Shopbetreiber eingestellt hat. Auch die Geschenkkarten-Codes können anhand von Regeln in Magento generiert und einfach exportiert werden. So können auch offline Kampagnen gut von Magento unterstützt werden. Eine Gültigkeitsdauer und individuelle Nachrichten der Kunden werden ebenfalls von den virtuellen Geschenkkarten unterstützt.

Entsprechend der hinterlegten Regeln können Kunden dann beliebig viele Geschenkkarten nacheinander einlösen und erhalten bei Restbeträgen ein Guthaben auf ihr Kundenkonto gutgeschrieben. Somit ergibt sich ein positives Kundensaldo, welches bei weiteren Einkäufen genutzt werden kann. Besonders interessant ist dann die Aufteilung der Zahlung durch Restguthaben und das Begleichen des Fehlbetrages durch eine beliebige weitere Zahlungsart des Magento Shops.

Der Shopbetreiber kann über eine ausführliche Statistik einsehen welche Geschenkkarten eingelöst wurden und sogar wie hoch die Konversionsrate bei bestimmten Kampagnen war, in denen er Geschenkkarten genutzt hat.

Das Kundensaldo ermöglicht außerdem eine Belohnung von Stammkunden durch Gutschrift eines beliebigen Betrages auf das Kundenkonto. Auch bei Kulanz oder Retouren kann diese Funktion sehr hilfreich sein und den Kunden an einen Folgekauf binden.