Wie bereits in der aktuellen Ausgabe angekündigt, feiern wir mit dem T3N in Hannover bei einem Barbecue den fünften Geburtstag des Magazins und laden auch herzlich interessierte Entwickler und Freunde von Visions und dem T3N ein.
Damit wir sicherstellen können auch genug zu Essen und Getränke vor Ort zu haben, meldet Euch bitte einfach via Facebook oder über einen Kommentar hier im Blog an.
Zeit: Freitag 9. Juli ab 17 Uhr
Ort: Leisewitzstr. 4 in 30175 Hannover
Anmeldung: via Facebook
Ich freue mich auf anregende Diskussionen und einen schönen Abend!
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Wie einige Quellen berichten und mir gegenüber soeben auch Roy Rubin bestätigt hat, bekommt Magento erstmalig Kapital und will massiv in neue Services investieren.
Wie sich bereits an den Stellenausschreibungen erkennen lässt, hat Magento einiges vor. Neben Entwicklern sucht Varien vor allem Unterstützung beim Aufbau in Europa, Training, Zertifizierungen und auch SAAS.
In Kürze wird es wohl auch eine offizielle Meldung zu dem Thema geben, in der dann hoffentlich auch mehr Details bekannt gemacht werden.
Ich habe in den letzten Monaten gespannt verfolgt wie sich die einst so gegenseitig bewundernden Konzerne Apple und Google Schritt für Schritt zu Konkurrenten entwickeln. Google aus der Richtung des Werberiesen zum Softwarehersteller und jetzt sogar mit direkt an den Kunden vertriebenen Nexus One Mobiltelefon. Und auf der anderen Seite Apple aus der Richtung des Soft- und Hardwareherstellers durch Akquisitionen von eindeutig ausgerichteten Firmen (Mobilwerbung) und die Erweiterung der Produktpalette des iTune Stores, sowie die Reichweitedes iPhones, in Richtung des Werbetreibenden.
Als Eric Schmidt vor ein paar Jahren ankündigte Googles Zukunft sei „Mobile“ und Apple mit dem iPhone eine Erfolgsgeschichte startete, war vorprogrammiert, dass sie aufeinander stoßen müssten. Interessanter weise ist Eric Schmidt zu diesem Zeitpunkt auch Board-Mitglied bei Apple.
Die folgende, noch recht junge, Aussage von Steve Jobs bringt den Konflikt dann auf den Punkt:
Unfortunately, as Google enters more of Apple’s core businesses, with Android and now Chrome OS, Eric’s effectiveness as an Apple board member will be significantly diminished since he will have to recuse himself from even larger portions of our meetings due to potential conflicts of interest.
Somit ist also sichergestellt, dass es in der Zukunft noch einen spannenden Konkurrenzkampf auf viele Gebieten zwischen Apple und Google geben wird!
Mich interessiert der Bereich e-Commerce in diesem Zusammenhang:
- Was passiert wenn Apple anfängt neben virtuellen Produkten (Apps) auch auszuliefernde Artikel von Markenherstellern über den App Store zu vertreiben oder mit Händlern kooperiert?
- Wäre Apples Zugang zu Kreditkarten vieler Millionen Kunden nicht das ideale Zahlungssystem für online Shops und könnten sie so nicht auch mit Google Checkout oder Amazon Payment konkurrieren?
- Ist Apple durch ihre (immerhin zensierten) Apps offen genug oder wird Google punkten, da das ganze Betriebssystem Open Source ist und mehr e-Commerce Visionen ermöglicht?
- Wird Google auch Apps von Apple für Android versuchen abzulehnen, so wie es mit Google Apps für das iPhone passiert ist, die Apple nicht gefallen haben?
- Wird es Apps geben die das Einkaufen in vielen Shops gleichzeitig ermöglichen oder sogar Integrationen auf Betriebssystemebene von Haus aus?
In diesem Bereich könnte ich mir Apps vorstellen, die aufgrund der standardisierten APIs von Shopsystemen, wie Magento, Kataloge auslesen und Bestellungen zurücksenden. Ein neuer Vertriebsweg für Shopbetreiber?
Sicher ist, dass durch den Einfluss von Open Source und die unglaubliche Verbreitung von iPhones das Thema e-Commerce bei Apple und Google, egal ob direkt oder per Apps von Drittparteien, extrem spannend wird!
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Der Herbst und damit eine ganze Reihe spannender Veranstaltungen mit Magento Schwerpunkt steht vor der Tür! Einen internationalen Überblick kann man im Magento Blog finden. Was sich im deutschen Raum ereignen wird habe ich hier kurz zusammengefasst:
30.09 – 01.10 Mail Order World / Versandhandelskongress
In gut zwei Wochen öffnet die Mail Order World 2009 in Wiesbaden. Viele Magento Partner und Dienstleister mit Magento Modulen werden vor Ort sein. Auch wir von Visions sind in Halle 9, Stand 900 vertreten und dürfen Roy Rubin, den Gründer von Varien/Magento, am 30.09 willkommen heißen. Roy und ich stehen gerne für Termine zur Verfügung. Bei Interesse bitte einfach direkt an mich wenden.
02.11 Meet Magento II
Nach dem großen Erfolg von Meet Magento im Februar dieses Jahres findet bereits am 2. November die Fortsetzung statt. Veranstaltungsort ist nicht mehr Leipzig, sondern die Börse in Frankfurt. Die Vorträge richten sich erfahrungsgemäß an die Community, Entwickler und interessierte Shopbetreiber. Ich kann jetzt bereits zwei Vorträge meiner Kollegen Dimitri Gatowski, Sebastian Heuer und Daniel Brylla empfehlen, die als Autorenteam Themen aus dem im O’Reilly Verlag erscheinenden Handbuch für Magento Entwicklung aufgreifen werden. Da die Tickets bekannterweise schnell ausverkauft sind, empfiehlt sich ein frühzeitiger Kauf.
03-04.11 Insight E-Commerce
Auch im Intershop-Tower in Jena wird es sich im Herbst um Magento drehen. Roy Rubin und Yoav Kuttner (CTO Varien) sind vor Ort und werden in interessanten Vorträgen und Diskussionen zu sehen sein. Besonders freue ich mich auf das Thema „Open Source im E-Commerce – Risiko im Betrieb oder Chance für Innovationen?“, bei dem Stefan Hollmann von Intershop und Roy Rubin sicher nicht der gleichen Meinung sein werden.
17.11 E-Commerce Conference
Die E-Commerce Veranstaltungsreihe geht in eine neue Runde. In Hamburg werden Thieß Rathjen (e-Commerce Leiter Globetrotter Ausrüstung) und ich mit dem Thema „Praxiserfahrung mit Magento Shopsoftware am Use Case Jack Wolfskin“ teilnehmen und über die Evaluierung, Konzeption, Umsetzung, Go Live und die bisherige Erfahrung mit Magento und dem deutschen Jack Wolfskin Magento Shop berichten.
Ich freue mich auf einen spannenden Herbst! Falls ich eine Veranstaltung mit Magento Beiträgen vergessen haben sollte, bitte einfach per Kommentar ergänzen.
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Tagged e-commerce conference, herbst, insight e-commerce, Intershop, jack wolfskin, Magento, magento handbuch für entwickler, mail order world, meet magento, messen, mow, open source, oreilly, praxiserfahrung, roy rubin, veranstaltungen, versandhandelskongress
Die Plattform Diskussion zwischen Demandware (SaaS) und Magento (kommerzielles Open Source) ist im vollen Gange. Matt Asay schrieb bei CNET über die fehlerhafte Kritik an Open Source von Stephan Schambach, Roy Rubin griff das Thema im Magento Blog auf und Jochen Krisch informierte über den Stand der Debatte. So sah sich Demandware gezwungen erneut Stellung zu dem Thema zu nehmen und rechtfertigte sich gleich in zwei weiteren Beiträgen in ihrem Blog.
Die Argumentation von Stephan Schambach gegen die bekannte Abhängigkeit von SaaS Anbietern überraschte mich dann doch sehr:
With Demandware, there is vendor dependency, of course. But what is delivered is well defined, and there is the same customization flexibility as with other development environments.
Aus meiner Sicht wird die Abhängigkeit von einem Anbieter wie Demandware nicht dadurch geschwächt, dass diese genau definiert ist in Verträgen. Ganz im Gegenteil, denn die Innovationsgeschwindigkeit und die Möglichkeit der Ausarbeitung von Alleinstellungsmerkmalen liegt bei einer SaaS Plattform immer in der Entscheidungshoheit des Anbieters. Sollte dieser eine Funktion für so interessant halten, dass sie aufgenommen wird in die Software, ist davon auszugehen, dass diese von einer großen Anzahl von Kunden nachgefragt wird und dann auch zeitgleich überall in der gleichen Weise eingebunden wird. Wettbewerbsvorteile sehen anders aus.
Die Abhängigkeit von Demandware als SaaS Anbieter versucht Stephan Schambach weiterhin gleich zu setzen mit der beim Einsatz einer Open Source Entwicklung:
In a heavily customized Open Source app, the business side—the eCommerce merchandisers—are dependent on either an agency for every change and pay through the nose, or they depend on an IT department and talent is hard to find, expensive, and even harder to keep.
Diese Argumentation beinhaltet einige Fehleinschätzungen und trifft eher auf eine komplette Eigenentwicklung zu, als auf eine standardisierte Open Source Lösung. Der Vorteil hier liegt gerade darin, dass viele Agenturen, der Hersteller und auch In-House Entwickler die Lösungen weiterentwickeln und warten können. In der Regel wird durch Schulungen, Dokumentation und Literatur zu der Plattform die Möglichkeit gegeben unabhängig von einer Agentur oder wenigen Entwicklern zu sein. Sicher ist aktuell die Nachfrage nach Magento Entwicklern hoch, die Anzahl der Entwickler die sich mit der Plattform beschäftigen und somit in Frage kommen als Mitarbeiter ist jedoch auch riesig (Mehr als 1 Mio. Downloads in 14 Monaten).
Genau wie bei Demandware setzt Magento bei Komponenten die die Kernkompetenz verlassen auf externe Dienstleister und auch SaaS. So findet man neben spezialisierten Infrastruktur-Dienstleistern bei Magento Connect mittlerweile weit über 1.000 Module unter denen auch Anbindungen an SaaS Dienste sind. Die freie Auswahl der passenden Dienste ist in diesem Fall jedoch dem Shopbetreiber überlassen und nicht von der Plattform vorgegeben. Außerdem kann in dieser Konstellation sichergestellt werden, dass die wertvollen Daten auch wirklich im Besitz des Kunden bleiben und nicht an den Dienstleister gebunden sind.
Das nenne ich e-Commerce Freedom.
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