Tagarchiv: roy rubin

Magento Enterprise Edition Video: Geschenkgutscheine und Kundenguthaben

Wie mir Roy Rubin in den letzten Tagen berichtete, wird es in den kommenden Monaten viele weitere Enterprise Edition Videos von Magento geben, die die Funktionshighlights vorstellen. Eine gute Nachricht für alle deutschsprachigen Interessenten ist, dass diese Videos jetzt auch dank des Engagements von Rico Neitzel nach und nach auf deutsch verfügbar sein werden.

Das erste verfügbare Video behandelt die Geschenkgutscheine und Kundenguthaben, die ich bereits im Juli etwas ausführlicher beschrieben hatte.

In den kommenden Wochen werde ich auch über die weiteren Videos, mit Praxisbeispielen angereichert, hier im Blog berichten.

Der Magento Herbst

Der Herbst und damit eine ganze Reihe spannender Veranstaltungen mit Magento Schwerpunkt steht vor der Tür! Einen internationalen Überblick kann man im Magento Blog finden. Was sich im deutschen Raum ereignen wird habe ich hier kurz zusammengefasst:

30.09 – 01.10 Mail Order World / Versandhandelskongress

In gut zwei Wochen öffnet die Mail Order World 2009 in Wiesbaden. Viele Magento Partner und Dienstleister mit Magento Modulen werden vor Ort sein. Auch wir von Visions sind in Halle 9, Stand 900 vertreten und dürfen Roy Rubin, den Gründer von Varien/Magento, am 30.09 willkommen heißen. Roy und ich stehen gerne für Termine zur Verfügung. Bei Interesse bitte einfach direkt an mich wenden.

02.11 Meet Magento II

Nach dem großen Erfolg von Meet Magento im Februar dieses Jahres findet bereits am 2. November die Fortsetzung statt. Veranstaltungsort ist nicht mehr Leipzig, sondern die Börse in Frankfurt. Die Vorträge richten sich erfahrungsgemäß an die Community, Entwickler und interessierte Shopbetreiber. Ich kann jetzt bereits zwei Vorträge meiner Kollegen Dimitri Gatowski, Sebastian Heuer und Daniel Brylla empfehlen, die als Autorenteam Themen aus dem im O’Reilly Verlag erscheinenden Handbuch für Magento Entwicklung aufgreifen werden. Da die Tickets bekannterweise schnell ausverkauft sind, empfiehlt sich ein frühzeitiger Kauf.

03-04.11 Insight E-Commerce

Auch im Intershop-Tower in Jena wird es sich im Herbst um Magento drehen. Roy Rubin und Yoav Kuttner (CTO Varien) sind vor Ort und werden in interessanten Vorträgen und Diskussionen zu sehen sein. Besonders freue ich mich auf das Thema „Open Source im E-Commerce – Risiko im Betrieb oder Chance für Innovationen?“, bei dem Stefan Hollmann von Intershop und Roy Rubin sicher nicht der gleichen Meinung sein werden.

17.11 E-Commerce Conference

Die E-Commerce Veranstaltungsreihe geht in eine neue Runde. In Hamburg werden Thieß Rathjen (e-Commerce Leiter Globetrotter Ausrüstung) und ich mit dem Thema „Praxiserfahrung mit Magento Shopsoftware am Use Case Jack Wolfskin“ teilnehmen und über die Evaluierung, Konzeption, Umsetzung, Go Live und die bisherige Erfahrung mit Magento und dem deutschen Jack Wolfskin Magento Shop berichten.

Ich freue mich auf einen spannenden Herbst! Falls ich eine Veranstaltung mit Magento Beiträgen vergessen haben sollte, bitte einfach per Kommentar ergänzen.

Gefangen im SaaS e-Commerce

Die Plattform Diskussion zwischen Demandware (SaaS) und Magento (kommerzielles Open Source) ist im vollen Gange. Matt Asay schrieb bei CNET über die fehlerhafte Kritik an Open Source von Stephan Schambach, Roy Rubin griff das Thema im Magento Blog auf und Jochen Krisch informierte über den Stand der Debatte. So sah sich Demandware gezwungen erneut Stellung zu dem Thema zu nehmen und rechtfertigte sich gleich in zwei weiteren Beiträgen in ihrem Blog.

Die Argumentation von Stephan Schambach gegen die bekannte Abhängigkeit von SaaS Anbietern überraschte mich dann doch sehr:

With Demandware, there is vendor dependency, of course. But what is delivered is well defined, and there is the same customization flexibility as with other development environments.

Aus meiner Sicht wird die Abhängigkeit von einem Anbieter wie Demandware nicht dadurch geschwächt, dass diese genau definiert ist in Verträgen. Ganz im Gegenteil, denn die Innovationsgeschwindigkeit und die Möglichkeit der Ausarbeitung von Alleinstellungsmerkmalen liegt bei einer SaaS Plattform immer in der Entscheidungshoheit des Anbieters. Sollte dieser eine Funktion für so interessant halten, dass sie aufgenommen wird in die Software, ist davon auszugehen, dass diese von einer großen Anzahl von Kunden nachgefragt wird und dann auch zeitgleich überall in der gleichen Weise eingebunden wird. Wettbewerbsvorteile sehen anders aus.

Die Abhängigkeit von Demandware als SaaS Anbieter versucht Stephan Schambach weiterhin gleich zu setzen mit der beim Einsatz einer Open Source Entwicklung:

In a heavily customized Open Source app, the business side—the eCommerce merchandisers—are dependent on either an agency for every change and pay through the nose, or they depend on an IT department and talent is hard to find, expensive, and even harder to keep.

Diese Argumentation beinhaltet einige Fehleinschätzungen und trifft eher auf eine komplette Eigenentwicklung zu, als auf eine standardisierte Open Source Lösung. Der Vorteil hier liegt gerade darin, dass viele Agenturen, der Hersteller und auch In-House Entwickler die Lösungen weiterentwickeln und warten können. In der Regel wird durch Schulungen, Dokumentation und Literatur zu der Plattform die Möglichkeit gegeben unabhängig von einer Agentur oder wenigen Entwicklern zu sein.  Sicher ist aktuell die Nachfrage nach Magento Entwicklern hoch, die Anzahl der Entwickler die sich mit der Plattform beschäftigen und somit in Frage kommen als Mitarbeiter ist jedoch auch riesig (Mehr als 1 Mio. Downloads in 14 Monaten).

Genau wie bei Demandware setzt Magento bei Komponenten die die Kernkompetenz verlassen auf externe Dienstleister und auch SaaS. So findet man neben spezialisierten Infrastruktur-Dienstleistern bei Magento Connect mittlerweile weit über 1.000 Module unter denen auch Anbindungen an SaaS Dienste sind. Die freie Auswahl der passenden Dienste ist in diesem Fall jedoch dem Shopbetreiber überlassen und nicht von der Plattform vorgegeben. Außerdem kann in dieser Konstellation sichergestellt werden, dass die wertvollen Daten auch wirklich im Besitz des Kunden bleiben und nicht an den Dienstleister gebunden sind.

Das nenne ich e-Commerce Freedom.

Die Wahl der richtigen e-Commerce Plattform

Den unten verlinkten Vortrag von Roy Rubin (Gründer von Varien, der Firma hinter Magento), aufgenommen auf der Webwinkel Vakdagen im Januar, habe ich bei Vimeo gefunden. Guido Jansen, der Magento Community Manager aus den Niederlanden hat ihn freundlicherweise dort veröffentlicht.

In dem Vortrag beschreibt Roy, der seit 2001 bei Varien e-Commerce Lösungen umsetzt, wie Unternehmen am besten vorgehen sollten bei der Evaluierung einer neuen e-Commerce Software. Besonders interessante Aspekte sind:

  • Zuerst den Markt analysieren, bevor man sich vorschnell auf Anforderungen festlegt
  • Möglichst viele Personen im Unternehmen in die Evaluierung involvieren
  • Eine nicht zu technische Herangehensweise wählen, um viele Personen involvieren zu können
  • Klare Prioritäten auf Funktionen setzen die zum Go Live verfügbar sein sollen – Stichwort ROI
  • Entwicklungsphasen einplanen, um alle Wunschfunktionen umzusetzen zu können
  • Je detaillierter die Planung und Dokumentation ist, desto erfolgreicher wird die Umsetzung
  • Neben Funktionen sollten auch User Flows dokumentiert werden (z.B. Was passiert nach dem Hinzufügen eines Artikels zur Wunschliste?). Stichwort Erwartungskonformität
  • Vor- und Nachteile von In-House, Open Source, individuell / outsourced, On-Demand (saas), lizensierten und hybrid Lösungen
  • Welche Kriterien muss eine eventuell beauftragte e-Commerce Agentur erfüllen

Auch wenn der Vortrag vielleicht nicht alle Aspekte einer Evaluierung des zukünftigen e-Commerce Systems abdeckt, so wird er jedoch jedem hilfreich sein, der auf der Suche nach Entscheidungskriterien ist.

Das Video selber kann ich leider nicht einbinden daher hier der Link zu dem Video auf Vimeo.com.

Die dazugehörige Präsentation: